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Naturheilpraxis
Lydia Galka

Bei der Moxibustion, auch Moxa genannt (japanisch: mo-ku-sa = getrocknete Beifussfasern und lat. cumbustio = Verbrennen) werden Akupunkturpunkte auf unterschiedliche Art und Weise angewärmt.

Dies geschieht durch das Abbrennen von getrocknetem Beifuss, einer in Asien und Europa beheimateten Heilpflanze. Diese Therapiemethode wird sowohl in die chinesische, als auch in die japanische Akupunkturbehandlung mit einbezogen und findet insbesondere bei chronischen Beschwerden wie z.B. Erschöpfungszuständen Anwendung, da nach traditionellen Vorstellungen aufgrund ihrer wärmenden Wirkung vor allem das Yang im Körper gestärkt wird und Feuchtigkeits-, Kälte- und Windzustände behandelt werden können.

Unseren westlichen Überlegungen zufolge führt die Wärmezufuhr mittels Moxa zu einer mit einer vermehrten Durchblutung des Gewebes einhergehenden Erhöhung der Stoffwechselaktivität sowie über gewisse Reflexareale auch zu einer allgemeinen Stimulation des Immunsystems.

Das Moxakraut wird dabei z.B. in Form einer Moxazigarre (in dünne Papierstangen gewickeltes Moxa) zur Erwärmung des jeweiligen Akupunkturpunktes zum Glimmen gebracht und kurze Zeit in die Nähe der auf der Haut befindlichen Therapiepunkte geführt.

Eine andere Methode ist die Technik der Moxa auf der Nadel. Hier wird das Moxakraut auf spezielle Akupunkturnadeln befestigt und die entstehende Wärme somit konzentriert in den jeweiligen Akupunkturpunkt eingebracht.

Auch das sogenannte "okyu" – das Erwärmen von Akupunkturpunkten durch direktes Aufsetzen kleinster (ca. ½ Reiskorn grosser) Moxapartikel auf die Haut ist eine äusserst effektive Methode beispielsweise zur Linderung von länger andauernden Schmerzzuständen.

Das Einbringen der Wärme in den Körper zur Behandlung von sogenannten "Kältezuständen" ist eine sehr effektive und von den Patienten als wohltuend & angenehm empfundene Therapiemethode.
Moxibustion